Guten Morgen liebe Iko, lieber Schu!
Heute vor einem Monat, etwa um diese Zeit kam Schu's sms, das Valentina nach einer schweren Nacht gegangen ist. Wir sind zwar gerade fast 600Km auseinander, aber ich bin ganz nah bei Euch!
Vielleicht ist dies nicht der Moment für ein weiteres Mosaikstück, aber der geneigte Leser möge mir vergeben, ich möchte lieber schreiben, als tatenlos, hilflos, machtlos, und unruhig nicht zu wissen was zu tun wäre!
An dem Donnerstag, als Valentina's irdisches Leben aufhörte, war es für mich wie ein Sonntag früher in unserem alten Zuhause. Ein großer Frühstückstisch mit vielen Freunden, viele Köstlichkeiten, frisches Brot, Brötchen, prima Kaffee. So wie in früheren Tagen Festtage anfingen. Wie war eigentlich das Wetter? Wir wußten ja, das Valentina nur auf der Durchreise nur einen kurzen Stop machen würde, und als die Nachricht von ihrer Weiterreise kam, wurde uns klar, das dies ein Festtag ist!
Omsi war schon früh losgefahren um Euch ein gutes Frühstück zu bringen. Sie war als erste bei Euch. Ich bin dann zu Euch gekommen, Nadine war da und half Iko oben, Valentinchen zu baden und hübsch anzuziehen. Iko kam runter, und wir haben uns in die Arme genommen. Noch nie hab ich eine trauernde Mutter in den Arm genommen... uff!
Als ich vorsichtig frage, ob ich Valentina sehen dürfte, bat Iko, mich zu gedulden, bis sie angezogen in ihrem Bett am Weihnachtsbaum liege. Das war ok für mich, obwohl ich Valentina auch so gern gesehen hätte, wie ich sie das erstemal halten durfte, nackt und verletzlich, wie ein Baby eben...
Was mir gerade, wie ich dies schreibe, sonderbar vorkommt, ist, das ich keine Erinnerung daran habe , was Schu gemacht hat. Das ist komisch, denn zuallererst wollte ich doch bei meinem kleinen Bruder sein, in dieser traurigen Zeit! Hoffentlich fällt Euch Anderen noch mehr zu diesem Morgen ein, bin sehr an Euren Mosaikteilchen interessiert!
Vorgestern, an Valentinas Geburtstag, war ich ohne Internet in Salisbury. Alles was ich hatte war die life-Aufnahme auf'm Ipod von unserem Gesang in der Kapelle. Ich finde, wir waren gut! Mit etwas mehr Übung und einem Konzept(Rapho, Du bist gemeint!) könnten wir durchaus mit einem richtigen Chor mithalten! Das macht mich froh und ein bisschen stolz! Wieder etwas Schönes, das wir Valentina verdanken!
Sonntag, 13. Februar 2011
Mittwoch, 9. Februar 2011
Ihr Lieben,
wenn wir hier schon dabei sind die Erinnerungen an Valentinas Gebutstag aufzuschreiben, möchte ich auch etwas dazu geben. Ich poste das hier und bei Iko.
Wir saßen also in der Kapelle und beteten, weil die Geburt scheinbar näher kam. Plötzlich verschwanden Ilo und auch Rapho, keiner von uns hätte es bemerkt, so gefangen waren wir noch von unserer Andacht und Andächtigkeit. Niemand wußte ja, wieviel Zeit Valentina gegeben sein würde, so war das Gebet, zumindest bei mir, geprägt von Freude und bitten für eine sanfte Geburt und für ein ruhiges Ende, falls der Liebe Gott es so vorgesehen haben sollte.
Plötzlich steckte Rapho seinen Kopf durch die Tür und rief uns zu: "Sie ist da!" und sauste hinter Ilo her zum MTH.
Wir haben noch einen Moment gezögert, ich denke die Frauen, Omsi und Tina haben die Kinder in die Obhut von Maiko und Edi gegeben, dann sind wir, Waldi, Tina, Omsi und ich, hinterher gefahren.
Es war stockfinster und es regnete. Als wir am Haus ankommen springt Omsi aus dem Wagen und pirscht sich vorsichtig durch die Küche ins Wohnzimmer, wo Ihr sie dann willkommen geheißen habt. Ihr wart gerade mit der Taufe fertig. Ich kam mir ziemlich blöd vor, draußen mit Tina und Waldi im Auto, im Regen, im Dunklen, kein Handyempfang... Merkwürdig. Bedrückend. Was ist mit Valentina? Was ist mit Euch? Ich bin doch extra hergekommen, um bei EUCH zu sein, in der frohen und ganz besonders in der traurigen Stunde!
Ich hab da gesessen und nachgedacht, es hat ne Weile gedauert, aber dann bin ich raus und ins Haus. Ich hab es in den letzten 40 Jahren jedesmal bereut, wenn ich in solchen schweren Stunden nicht da war. Das war bei meinem Freund Schorsch, bei Opapa, bei Omama, bei Walter K. und zuletzt bei Nona. Also rein in die Küche. Hier steht Omsi, beeindruckt und auch aufgeregt und erzählt, das es Valentina gut geht! Was für eine Erleichterung! Omsi und Ilo bitten, das man wartet bis Du liebe Iko, "decent" bist und im Bett liegst, dann dürfte man kommen und Valentinchen begrüßen. Gleichzeitig drückt mir Ilo die Pulle Champus in die Hand:" Machma auf!". Zuerst stolpere ich aber zurück zum Auto, Tina und Waldi holen. Dann nehme ich das grüne Holztablett und suche Gläser, verteile den Chamagner und gehe zu Euch. Ihr saht unbeschreiblich glücklich aus! K.O., blaß, verschwitzt, vielleicht mental ein bischen wackelig...
Valentinchen mit Mütze, die beiden Ärtze, die beiden Hebammen Nadine und Barbara, Tina, Rapho, Omsi, Waldi und Ilona!
Ilona sah sehr hübsch aus, so, als wäre ein Stein von ihrem Herzen gefallen, so rosig hab ich sie seit Weihnachten nicht gesehen!
Naja, wir haben dann Fotos gemacht, mit Euch, mit Valentina. Ihr habt uns eingeladen, die Süße Valentina auf den Arm zu nehmen, zu halten und einen Moment zu tragen. Zuerst hatte ich das Gefühl, ich sollte Valentina nicht damit belasten. Sie sollte in Euren Armen sein, jede kostbare Minute! Aber Ihr, Iko und Schu habt mich ermuntert sie zu nehmen, habt Euch ein Foto mit Onkel Maxi gewünscht. Also gut, dann sehr gerne! Eine Minute nur, aber eine gefühlte Stunde, durfte ich Dich, liebe Nichte halten und tragen. Hoffentlich war das Geräusch, das Du machtest Zustimmung.
Eine Minute, als Ersatz, als Trostpreis für eine ganze Lebenzeit... Wie kostbar ist ein Geschwisterkind doch, vor allem, wenn man selber keine hat!
Als ich Dich wieder in die Arme Deiner Mami legte hab ich mir fest vorgenommen, mehr für meine Neffen und Nichten und besonders für meine Patenkinder da zu sein!
Das verdanke ich Dir, Valentina!
wenn wir hier schon dabei sind die Erinnerungen an Valentinas Gebutstag aufzuschreiben, möchte ich auch etwas dazu geben. Ich poste das hier und bei Iko.
Wir saßen also in der Kapelle und beteten, weil die Geburt scheinbar näher kam. Plötzlich verschwanden Ilo und auch Rapho, keiner von uns hätte es bemerkt, so gefangen waren wir noch von unserer Andacht und Andächtigkeit. Niemand wußte ja, wieviel Zeit Valentina gegeben sein würde, so war das Gebet, zumindest bei mir, geprägt von Freude und bitten für eine sanfte Geburt und für ein ruhiges Ende, falls der Liebe Gott es so vorgesehen haben sollte.
Plötzlich steckte Rapho seinen Kopf durch die Tür und rief uns zu: "Sie ist da!" und sauste hinter Ilo her zum MTH.
Wir haben noch einen Moment gezögert, ich denke die Frauen, Omsi und Tina haben die Kinder in die Obhut von Maiko und Edi gegeben, dann sind wir, Waldi, Tina, Omsi und ich, hinterher gefahren.
Es war stockfinster und es regnete. Als wir am Haus ankommen springt Omsi aus dem Wagen und pirscht sich vorsichtig durch die Küche ins Wohnzimmer, wo Ihr sie dann willkommen geheißen habt. Ihr wart gerade mit der Taufe fertig. Ich kam mir ziemlich blöd vor, draußen mit Tina und Waldi im Auto, im Regen, im Dunklen, kein Handyempfang... Merkwürdig. Bedrückend. Was ist mit Valentina? Was ist mit Euch? Ich bin doch extra hergekommen, um bei EUCH zu sein, in der frohen und ganz besonders in der traurigen Stunde!
Ich hab da gesessen und nachgedacht, es hat ne Weile gedauert, aber dann bin ich raus und ins Haus. Ich hab es in den letzten 40 Jahren jedesmal bereut, wenn ich in solchen schweren Stunden nicht da war. Das war bei meinem Freund Schorsch, bei Opapa, bei Omama, bei Walter K. und zuletzt bei Nona. Also rein in die Küche. Hier steht Omsi, beeindruckt und auch aufgeregt und erzählt, das es Valentina gut geht! Was für eine Erleichterung! Omsi und Ilo bitten, das man wartet bis Du liebe Iko, "decent" bist und im Bett liegst, dann dürfte man kommen und Valentinchen begrüßen. Gleichzeitig drückt mir Ilo die Pulle Champus in die Hand:" Machma auf!". Zuerst stolpere ich aber zurück zum Auto, Tina und Waldi holen. Dann nehme ich das grüne Holztablett und suche Gläser, verteile den Chamagner und gehe zu Euch. Ihr saht unbeschreiblich glücklich aus! K.O., blaß, verschwitzt, vielleicht mental ein bischen wackelig...
Valentinchen mit Mütze, die beiden Ärtze, die beiden Hebammen Nadine und Barbara, Tina, Rapho, Omsi, Waldi und Ilona!
Ilona sah sehr hübsch aus, so, als wäre ein Stein von ihrem Herzen gefallen, so rosig hab ich sie seit Weihnachten nicht gesehen!
Naja, wir haben dann Fotos gemacht, mit Euch, mit Valentina. Ihr habt uns eingeladen, die Süße Valentina auf den Arm zu nehmen, zu halten und einen Moment zu tragen. Zuerst hatte ich das Gefühl, ich sollte Valentina nicht damit belasten. Sie sollte in Euren Armen sein, jede kostbare Minute! Aber Ihr, Iko und Schu habt mich ermuntert sie zu nehmen, habt Euch ein Foto mit Onkel Maxi gewünscht. Also gut, dann sehr gerne! Eine Minute nur, aber eine gefühlte Stunde, durfte ich Dich, liebe Nichte halten und tragen. Hoffentlich war das Geräusch, das Du machtest Zustimmung.
Eine Minute, als Ersatz, als Trostpreis für eine ganze Lebenzeit... Wie kostbar ist ein Geschwisterkind doch, vor allem, wenn man selber keine hat!
Als ich Dich wieder in die Arme Deiner Mami legte hab ich mir fest vorgenommen, mehr für meine Neffen und Nichten und besonders für meine Patenkinder da zu sein!
Das verdanke ich Dir, Valentina!

Gestern Nachmittag bin ich zu meiner ersten Motorradtour aufgebrochen. Das Wetter war besser als vorhergesagt, ich hatte Zeit und die alte Honda war frisch repariert und getüvt. Um drei Uhr mache ich mich auf die Socken, oder eher auf die Reifen, und fahre durch's schöne südliche Münsterland ins Lend der tausend Berge, das Sauerland.
Natürlich habe ich mich total verschätzt und komme viel später in Höho an als geplant!
Iko macht Tee und wir sitzen in der sog."Halle", es ist warm und gemütlich. Wir versuchen ein Gespräch über die letzten zwei Wochen, aber die Kinder finden das vollkommen unmöglich, das die beiden Erwachsenen ihnen nicht in die Welt von Zwergen und Räubern folgen wollen. Wir werden also physisch zu Hotzenplotz's Pfefferpistole und der Marienkäfer-Waldfeuerwehr genötigt! Mein hübsches Patenkind scheint ihre Zuneigung am liebsten dadurch auszudrücken, indem sie mich in den Bauch boxt, immer wieder! Naja, es macht eigentlicht nichts, auch wenn sie mir auf den Rücken springt oder sich auf mich fallen läßt. Bloß Das Teetrinken ist etwas eingeschränkt. Belá und Leyla wollen auchmal auf dem dicken Onkel toben, und Belá haut mir das Hardcover vom Hotzenplotz um die Ohren! Auch Leyla kommt ohne Scheu und klettert mir auf den Schoß.
Ich bleibe natürlich etwas länger, und Iko und Schu laden mich ein zum Essen zu bleiben.
Das die Drei Kinder so vertraut mit mir spielen, und nach dem köstlichen Abendessen noch mit raus kommen um zu sehen wie das große Motorrad losfährt, ist auch eine schöne Sachen, die ich Valentina verdanke!
Dienstag, 8. Februar 2011
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